15:16 KOMMUNAL

Bern: Skateboarden unter dem Autobahnviadukt in Ausserholligen

Teaserbild-Quelle: zvg

Noch dient der Raum unter dem Autobahnviadukt in Ausserholligen vor allem als Park- und Abstellplatz. Doch das soll sich ändern: die Stadt will aus dem Unort einen Begnungsort machen, mit Platz für Veranstaltungen, Skateboarding und mehr. Das Gestaltungs- und Nutzungskonzept «Freiraum unter dem Viadukt»  ist vom Gemeinderat zuhanden des Stadtrats verabschiedet worden.

Visualisierung

Quelle: zvg

So könnte es künftig unter dem Autobahnviadukt aussehen.

Es skizziert, wie der Raum unter dem Autobahnviadukt in Ausserholligen künftig genutzt werden soll. Das Projekt ist Teil der Infrastrukturvorhaben im Entwicklungsschwerpunkt (ESP) Ausserholligen, welche die Stadtberner Stimmberechtigten im Juni 2024 genehmigt haben.

In den nächsten Jahren soll Ausserholligen zum lebendigen Stadtgebiet heranwachsen. Wie die Stadt Bern schreibt, werden hier Private und öffentliche Bauherrschaften rund drei Milliarden Franken in über 40 Projekte investieren. Ihrerseits koordiniert die Stadt die Projekte – und stellt die öffentliche Infrastruktur bereit. Konkret geht es dabei um Verkehrswege, öffentliche Grün- und Freiflächen sowie die Siedlungsentwässerung. Um all dies umsetzen zu können, hat die Stadt insgesamt 17 Teilprojekte entwickelt; den dafür nötigen 176-Millionen-Rahmenkredit hat das Stimmvolk im Juni letzten Jahres genehmigt. Und mittlerweile Gemeinderat bereits rund 100 Millionen Franken für die Realisierung von Teilprojekten freigegeben.

Ballspiele und Apéros unter dem Viadukt?

Eines der zentralen städtischen Teilprojekte ist die Gestaltung des Freiraums unter dem Autobahnviadukt der A12: Dieses zerschneidet Ausserholligen heute in einen westlichen und einen östlichen Teil, die Fläche unter dem Viadukt wird laut Stadt hauptsächlich als Park- und Abstellplatz genutzt. Diesen Freiraum will sie im Rahmen der Infrastrukturentwicklung «umfassend aufwerten» und dem öffentlichen Stadtleben zugänglich machen. Wie dies genau geschehen soll regelt das inzwischen vorliegende Gestaltungs- und Nutzungskonzept zum Projekt «Freiraum unter dem Viadukt»: Es hält einer übergeordneten Ebene fest, für welche Zwecke die Räume genutzt werden. Wie es in der Medienmitteilung heisst, ist es  in einem partizipativen Prozess mit Beteiligten aus dem Quartier erarbeitet worden. 

Das Konzept sieht folgende Nutzungen vor: Im nördlichen Teil des Viaduktraums – das heisst im Bereich der Murtenstrasse – sollen vorwiegend Nutzungen angesiedelt werden, die mit Strassenlärm koexistieren können, zum Beispiel Ballsport oder Skateboarding. Südlich davon sind offene Zonen für Events und Veranstaltungen vorgesehen. Daneben sollen auf dem gesamten Freiraum mobile Gebäude respektive «containerartige Bauwerke» verteilt werden können: Sie sind je nach dem als Gewerbeflächen, Ateliers, Gastronomie, Sozialeinrichtungen, Werkstätten oder Materiallager. Des Weiteren ist unter dem Viadukt eine neue Nord-Süd-Verbindungsachse für den Fuss- und Veloverkehr vorgesehen, die das Weyerli-Areal mit dem neuen Campus der Berner Fachhochschule verbindet.

Auch das Nutzungsmanagement, das auf dem Gestaltungs- und Nutzungskonzept aufbaut und dessen praktische Umsetzung im Alltag regelt, liegt im Entwurf vor, wie es weiter heisst. Hier werden etwa die Vorgaben für die Anlieferung sowie für das Hilfs- und Verkehrskonzept definiert.

Kreditfreigabe durch Gemeinderat

Der Gemeinderat hat das Gestaltungs- und Nutzungskonzept sowie den Entwurf des Nutzungsmanagements zum Projekt «Freiraum unter dem Viadukt» zuhanden des Stadtrats verabschiedet. 

Im März 2024 hatte das Parlament anlässlich der Beratung zum Rahmenkredit den Gemeinderat beauftragt, ihm die beiden Dokumente vorzulegen. Die Kosten für die Umsetzung der Massnahmen aus dem Gestaltungs- und Nutzungskonzept seien Teil des von den Stimmberechtigten genehmigten Rahmenkredits, schreibt die Stadt. Der Gemeinderat genehmigt den Ausführungskredit in eigener Kompetenz, sobald der Stadtrat das Gestaltungs- und Nutzungskonzept zur Kenntnis genommen hat. (mgt/mai)


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