Teilsanierung der Gigerwald-Stauanlage: Hauptarbeiten sind abgeschlossen
Die Hauptarbeiten der Teilsanierung an der Stauanlage Gigerwald konnten Ende März abgeschlossen werden – pünktlich vor Beginn der Schneeschmelze. Aktuell läuft der Wiederaufstau des Stausees. Ende April soll das Kraftwerk Mapragg wieder in Betrieb gehen.
Zeitraffer zu den Bauarbeiten an der Gigerwald-Staumauer. (Video: Axpo)
Auslöser für die Teilsanierung der Stauanlage Gigerwald war die zunehmende Verlandung des Stausees, wie die Axpo am Donnerstag mitteilte. Im Zuge des Projekts wurden die Einlaufbauwerke zum Grundablass und zum Triebwasserstollen deshalb rund 20 Meter nach oben versetzt. Erste Vorbereitungsarbeiten starteten im Juni 2024.
20 Meter hoher Betonturm
Im September wurde der Stausee daraufhin komplett entleert, um das Einlaufbauwerk am Fuss der rund 150 Meter hohen Staumauer freizulegen und mit den Hauptarbeiten zu starten. Im Zentrum stand dabei gemäss Mitteilung ein über 20 Meter hoher Betonturm, der vom Bauteam innerhalb von sechs Monaten errichtet wurde.
Das Bauwerk beinhaltet zwei grosse Leitungen für den Wasserdurchfluss. Die eine Öffnung ist für das Triebwasser da, das die Turbinen in der Zentrale Mapragg durchströmt und antreibt. Die zweite Leitung mit einem Durchmesser von 3,5 Metern dient dem Grundablass, um bei Bedarf Wasser aus dem Stausee ablassen zu können.
Ende März konnten die Arbeiten pünktlich vor Beginn der Schneeschmelze abgeschlossen werden. «Dank der guten Vorbereitung und dem grossen Engagement aller Beteiligten konnten wir die Arbeiten termingerecht, planmässig und ohne grössere Zwischenfälle abschliessen», so Axpo Projektleiter Erich Schmid in der Mitteilung.

Quelle: Axpo
Im Zentrum der Bauarbeiten stand ein über 20 Meter hoher Betonturm, der am Fuss der rund 150 Meter hohen Staumauer errichtet wurde.
Wiederinbetriebnahme bis Ende April
Der Stausee wird seit Ende März wieder aufgestaut. Je nach Wassermenge in den Zuflüssen wird es gemäss Mitteilung rund drei Wochen dauern, bis der Seespiegel die Höhe des neuen Einlaufbauwerks erreicht hat. Danach können die Turbinen in der Zentrale Mapragg wieder in Betrieb gehen.
Parallel dazu werden alle Baustelleninstallationen zurückgebaut und der ursprüngliche Zustand wiederhergestellt. Die derzeit noch gesperrte Staumauerkrone wird aufgrund von Instandsetzungsarbeiten an der Fahrbahn noch bis Ende Mai gesperrt bleiben.
Die Axpo und die Kraftwerke Sarganserland AG haben nach eigenen Angaben rund 25 Millionen Franken in das Projekt investiert. Ursprünglich hätten die Arbeiten zur Teilsanierung bereits 2022 durchgeführt werden sollen. Sie wurden aber aufgrund der damals befürchteten Strommangellage um zwei Jahre verschoben. (mgt/pb)