Suva: Arbeitsunfälle sind 2024 weiter zurückgegangen
Rund die Hälfte aller berufstätigen Personen sind bei der Suva gegen Unfälle und Berufskrankheiten versichert. 2024 wurden ihr insgesamt rund 495 000 Fälle gemeldet. Der Unterschied zum Vorjahr ist insgesamt gering. Und: Der Anteil der Arbeitsunfälle hat sich weiter verringert.
«Die Unfallzahlen insgesamt sind gegenüber dem Vorjahr praktisch stabil geblieben», sagt Alois Fässler, Statistiker bei der Suva. Insbesondere der Rückgang bei den Berufsunfällen sei erfreulich.- Insgesamt sind rund 495 000 Unfälle und Berufskrankheiten gemeldet worden. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine gesamthafte Zunahme von 0,2 Prozent. Wie die Suva schreibt, gingen die Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten um 3,7 Prozent auf knapp 180 000 Fälle zurück. Derweil stiegen die Freizeitunfälle um 2,2 Prozent an, und zwar auf rund 298 000 Fälle. - Bei den als arbeitslos gemeldeten Personen sowie bei Personen in IV-Massnahmen hat die Zahl der Unfälle um 10,9 Prozent zugenommen. Diesen Umstand erklärt die Suva vor allem mit der im Vergleich zum Vorjahr höheren Zahl von Arbeitslosen.
Während Arbeitsunfälle früher den grössten Teil der gemeldeten Unfälle ausmachten, registriert die Suva seit Anfang der 1990er Jahren deutlich mehr Unfälle in der Freizeit als bei der Arbeit. Letztes Jahr lag das Verhältnis bei 62 Prozent Freizeitunfällen zu 38 Prozent Arbeitsunfällen. «Die Sicherheit bei der Arbeit hat in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen, sei es durch kontinuierliche Präventionsarbeit oder durch den Rückgang von Arbeitsplätzen mit hohem Unfallrisiko, beispielsweise durch zunehmend automatisierte Abläufe», so Alois Fässler. «Die Unfallzahlen fallen im Freizeitbereich höher aus, weil die Menschen heute mehr Zeit in ihre aktive Freizeit und Outdoor-Aktivitäten investieren».
Am meisten Sportunfälle beim Fussball
Über das ganze 2024 betrachtet, registrierte die Suva die meisten Sportunfälle beim Fussballspielen (29 000 / 26 % aller Sportunfälle), beim Skifahren (14 000 / 13 %) sowie beim Biken/Mountainbiken (5000 / 4,6 %). Zudem stellte die Versicherung geschlechtsspezifische Unterschiede fest: Bei den Männern entspricht die Reihenfolge der häufigsten Sportunfälle dem Gesamtergebnis (Fussball (31 %), Skifahren (11 %), Biken (5 %)), während bei den Frauen die meisten Unfälle beim Skifahren (19 %) passierten, gefolgt vom Bergwandern (8 %) und Fussballspielen (7 %, vor allem bei Frauen unter 30 Jahren). Die häufigsten Verletzungen betrafen Knie, Fussgelenke und Schultern.
Neben
menschlichem Leid verursachen Unfälle auch hohe Kosten. Deshalb sei
die Prävention – neben der Versicherung und der Rehabilitation – ein
wichtiger Bestandteil der Leistungen der Suva, schreibt die
Versicherung. Sie bietet deshalb verschiedene Präventionsprogramme und
Beratungen im Bereich der Arbeits- und Freizeitsicherheit an, die helfen
sollen, Unfälle und Berufskrankheiten zu verhindern.
Detaillierte
Angaben zum Geschäftsjahr 2024 und zum Einfluss der aktuellen
Unfallzahlen auf die Prämienentwicklung präsentiert die Suva an ihrer
Bilanzmedienkonferenz am 13. Juni 2025 in Luzern. (mgt/mai)