Verkauf des ABB-Areals in Oerlikon an die Stadt ist definitiv
Das Gelände nördlich des Bahnhofs in Zürich Oerlikon war bis 2012 ein Produktionsstandort des ABB-Konzern. Nachdem bereits 2021 der Verkauf des Areals an die Stadt vereinbart wurde, kam dieser Tage der Verkauf zum Abschluss.
Bis 2012 produzierte der in der Energie- und Automatisierungstechnik tätige ABB-Konzern auf dem Gebäude unweit des Bahnhofs in Zürich Oerlikon Hochspannungsanlagen. Danach gingen in den umgebauten Industriehallen Konzerte und Veranstaltungen aller Art über die Bühne. Dieser Tage hat ABB hat den Verkauf des städtischen Entwicklungsareals in Zürich Oerlikon an die Stadt Zürich abgeschlossen. Der Verkauf wurde bereits 2021 vereinbart.
25500 Quadratmeter grosses Industrieareal entwickeln
Die Stadt Zürich will das Quartier nördlich des Bahnhofs weiterentwickeln und plant auf dem rund 25500 Quadratmeter grossen Areal eine gemischte Nutzung einschliesslich preisgünstiger Wohnungen, wie ABB in einer Mitteilung schreibt. Im Rahmen des 2021 unterzeichneten ursprünglichen Vertrags werde die ABB im ersten Quartal 2025 einen operativen Veräusserungsgewinn von rund 120 Millionen Schweizer Franken vor Steuern ausweisen und Netto-Barmittel von rund 90 Millionen Schweizer Franken erhalten.

Quelle: zvg
Das von der ABB verkaufte Industriegelände befindet sich beim MFO-Park in Zürich Oerlikon.
In diesen Beträgen enthalten sei der Effekt des Mehrwertausgleichs von fast 17 Millionen Franken aus der Bebauungsplanänderung und eine Entschädigung für die zonenweise Verlagerung von bezahlbarem Wohnraum in Höhe von rund 22 Millionen Franken, die ABB laut dem Vertrag zu leisten hatte.
Erhalt anderer historischer Industriegebäude
Die Stadt Zürich und die ABB haben sich zudem auf die Unterschutzstellung von historischen Gebäuden geeinigt. Zusammen mit der Ende 2020 verabschiedeten Teilrevision der Sonderbauvorschriften Neu-Oerlikon schaffte der Stadtrat die Voraussetzungen für neue gemeinnützige Wohnungen sowie Platz für kulturelle, quartierbezogene und öffentliche Nutzungen, wie die Stadt mitteilte. Ende 2020 hat der Stadtrat die Teilrevision der Sonderbauvorschriften Neu-Oerlikon an den Gemeinderat überwiesen.
Der Grundstücksverkauf umfasst laut dem Communiqué Baufeld D6 und Teile des Baufelds D7 in der Nähe des globalen Hauptsitzes von ABB, wie es weiter heisst. Im Rahmen des Vertrags bleibt die ehemalige ABB-Produktionsstätte und die heutige Event Location «Halle 550» als wichtiger Schauplatz des kulturellen Lebens der Stadt langfristig erhalten. Die Konzernzentrale von ABB in Zürich-Oerlikon im Cityport und das ABB Historic Building am MFO-Park bleiben von dem Verkauf unberührt. (mgt /sts / sda awp)